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Die ersten Maßnahmen häuslicher Intensivpflege

Die ersten Maßnahmen häuslicher Intensivpflege

Erst mal geht es ums Kennenlernen. Zu diesem Zweck setzen wir uns zusammen: Patient und Angehörige, behandelnder Arzt sowie Pflegedienstleitung. Haben Sie einen Sozialdienst beauftragt, so kann auch der mit einbezogen werden.


In diesem Rahmen wird alles besprochen, was für Sie und uns wichtig ist. Schließlich soll unser Pflegekonzept optimal zu Ihnen passen: zu Ihren Wünschen, Anforderungen und ganz persönlichen Vorstellungen. So kann jedem unserer Patienten die optimale Intensivpflege zuteil werden.

 

Was sind Ihre persönlichen Anliegen ?

Wir werden uns ausreichend Zeit für Sie nehmen. Immerhin wollen wir herausfinden, welche Art von Intensivpflege genau die richtige für Sie ist. Hierbei können Sie alles fragen, was Ihnen in den Sinn kommt. Gerne klären wir Sie auf: über Intensivpflege allgemein, Beatmungspatienten im besonderen, über Finanzierung und vieles mehr.


Sie werden auch möglichst bald das spätere Pflegeteam kennenlernen. Das wird von uns schnellstmöglich eingearbeitet und kann Sie von Anfang an begleiten. So findet ein behutsamer Übergang von stationärer zu häuslicher Intensivpflege statt.

Jeder Beatmungspatient ist anders

Nicht alle Patienten brauchen das Gleiche, auch nicht alle Beatmungspatienten.


Jeder hat individuelle Bedürfnisse. Auch die einzelnen Wohn-Situationen können sehr unterschiedlich sein, so dass manche Praktiken der Intensivpflege möglich sind und andere nicht. Selbstverständlich gibt es auch ganz verschiedene Krankheitsbilder mit den jeweiligen Erfordernissen.


Es gibt eine Reihe von Krankheiten, die dazu führen können, dass jemand zum Beatmungspatienten wird.
Für all jene Krankheitsbilder sind wir zuständig. Im Grunde deckt die Wenoba Intensivpflege folgende Krankheitsbilder ab:

Beatmungspatienten im Überblick
  • ALS (Amyotrophe Lateralsklerose), die eine degenerative Erkrankung des motorischen Nervensystems darstellt
  • Querschnittslähmung, wenn die Lähmung den ganzen Körper betrifft (Unterbrechung der Nervenleitung im Rückenmark ab dem 4. Halswirbel aufwärts)
  • Wachkoma (apallisches Syndrom)
    Muskeldystrophie
  • Guillain-Barré-Syndrom (GBS)
  • Chronisch obstruktive Lungenerkrankung (COPD)
  • Lungenemphysem
  • Post-Polio-Syndrom
  • Restriktive Erkrankungen wie Post-TBC-Syndrom, Lungengerüsterkrankung, Kyphoskoliosethorax
Die häufigsten Krankheiten kurz erklärt

Es gibt einige typische Krankheiten, die im Rahmen häuslicher Intensivpflege immer wieder vorkommen. Deshalb werden wir Ihnen hier diese Krankheitsbilder ein wenig beschreiben.


Natürlich sind sie viel komplexer, als es den Anschein erwecken mag. Dennoch wird es nützlich sein, zu wissen, worum es bei ihnen geht.


Viele der Beatmungspatienten, die eine Intensivpflege brauchen, leiden an einer der folgenden Krankheiten:

Die Amyotrophe Lateralsklerose (ALS)

Bei der Amyotrophen Lateralsklerose wird das motorische Nervensystem nach und nach immer mehr angegriffen, was in Folge zu Muskelschwäche und später auch zu Lähmungserscheinungen führt.

Bei den meisten dieser Patienten sind zum Beispiel Sprechen, Gehen oder auch Schlucken wesentlich beeinträchtigt. Manche von ihnen sind früher oder später auch Beatmungspatienten.

Eine Intensivpflege ist im fortgeschrittenen Stadium jedenfalls unabdingbar.

Querschnittslähmung - Körperlähmung

Es gibt viele Arten von Querschnittslähmung. Je nachdem, an welcher Stelle die Wirbelsäule des Patienten verletzt ist, können seine Beeinträchtigungen ganz verschieden sein.


Wird die Nervenleitung im Rückenmark oberhalb des 4. Halswirbels unterbrochen, so ist fortan der ganze Körper gelähmt. Der Betroffene ist dann Beatmungspatient und ebenfalls auf Intensivpflege angewiesen.

Das apallische Syndrom (Wachkoma)

Im Rahmen eines apallischen Syndroms sind am Gehirn schwere Schäden entstanden. Es kommt bei manchen Betroffenen vor, dass mit der Zeit die Hirnfunktionen sich teilweise wieder erholen. Manche Patienten verbleiben allerdings auch weiterhin im Wachkoma. Sie alle brauchen Intensivpflege und sind auch Beatmungspatienten.


Obwohl der Kranke den Eindruck erweckt, er bekäme gar nichts mit, nehmen viele Wachkoma-Patienten weitaus mehr wahr als man denkt.

Chronisch obstruktive Lungenerkrankung

Diese Erkrankung wird auch manchmal als "Raucherlunge" bezeichnet. Nicht alle Betroffenen sind Beatmungspatienten - aber viele werden es sein. Das Lungenvolumen wird immer kleiner, da nach und nach die Alveolen, also die Lungenbläschen, zerstört werden.


Der Verlauf wird in 4 Stadien unterteilt. Die Krankheit schreitet sehr langsam fort und wird deshalb gerne unterschätzt. Zum Beatmungspatienten wird man dabei häufig erst nach Jahrzehnten. Im 4. und letzten Stadium aber muss der Patient beatmet werden und wird ein Fall für die Intensivpflege.

Verschiedene Beatmungsformen

Nicht alle Beatmungspatienten bekommen dieselbe Art von Beatmung.In manchen Fällen reicht es aus, nur zwischendurch kurz zu beatmen, damit die Sauerstoffsättigung steigt.

Andere wiederum müssen ständig oder fast ständig beatmet werden.In der Intensivpflege gibt es deshalb ganz verschiedene Techniken, Beatmungspatienten mit Luft zu versorgen. Im wesentlichen wird unterschieden zwischen invasiver und nicht-invasiver Beatmung von Intensivpatienten.

Sowohl bei der invasiven Heimbeatmung als auch bei einer nicht-invasiven benutzt die Wenoba Intensivpflege benutzerfreundliche, handliche und sehr moderne Geräte.
Invasive
Beatmung

Bei manchen Patienten der häuslichen Intensivpflege ist es für die Versorgung notwendig, eine Trachealkanüle zu legen. Dabei handelt es sich um ein Röhrchen, das durch den Hals in die Luftröhre geht.

Diese Beatmungsart heißt in der Fachsprache "invasive Beatmung".Meist wird dann kontinuierlich beatmet. Manchmal ist es jedoch auch möglich, bis zu mehrere Stunden lang diese Beatmung auszusetzen, falls der Patient damit zurechtkommt.

Bei manchen Beatmungspatienten geht das, bei anderen eben nicht.
Nicht-invasive Beatmung

Die nicht-invasive Beatmung erfolgt meist über Masken. Hierbei ist es äußerst schwierig, sogenannte Leckagen zu vermeiden, also Stellen, wo die Maske nicht exakt abschließt. Deshalb wird in der Intensivpflege diese Methode nur eingesetzt, wenn der Beatmungspatient nur zwischendurch beatmet werden muss.

Es gibt eine weitere Methode, nicht-invasiv zu beatmen: die sogenannte Kürass-Ventilation. Da wird mit Über- und Unterdruck gearbeitet, der wechselweise im Brust- und Bauchbereich des Patienten angelegt wird.

Beatmungspatienten mit Muskelschwächen der Atemmuskulatur bekommen manchmal diese Beatmung.